RAUMZEIT KOMMUTATION

Hofstetter Kurt präsentiert eine irrationale Komposition durch Zeit-Raum Kommutation.

Es geht dabei um ein irrationales Notenmuster, das aus der Induktiven Rotation entsteht, welche von ihm entwickelt wurde.

Die Anordnung von Noten als Punkte in eine quadratische Matrix bildet eine Notenmatrix, deren horizontale Koordinate die zeitliche Position der Note bestimmt und deren vertikale Koordinate die räumliche Position im Tonraum (Tonhöhe). Die Quadratur bedingt, dass die Anzahl der Töne eines Tonraumes, innerhalb dem komponiert wird, gleich der Anzahl der Zeitpositionen innerhalb der Notenmatrix ist und so ihre Zeitdauer definiert. So strukturiert sich bei einer Komposition für Klavier mit einem Tonumfang von 88 Tönen die quadratische Notenmatrix in 88 Zeitkoordinaten und eröffnet 88 x 88 Zeit-Raum Positionen für Noten. Die Anwendung der Notenmatrix als Ausgangsfigur bei der Induktiven Rotation 1 generiert zwei sich exakt überlagernde Irrationale Muster 2 aus Punkten.

Bei der Generierung wird die Notenmatrix mit den angeordneten Punkten sukzessive um 90 Grad gedreht. Dadurch bestimmen die horizontalen Koordinaten der Punkte ihre vertikalen Koordinaten und umgekehrt, d.h. die zeitlichen Positionen definieren die Positionen im Tonraum und umgekehrt. Beispielsweise werden Noten gleicher Tonhöhe unterschiedlicher Zeitpositionen zu Noten gleicher Zeitposition unterschiedlicher Tonhöhen (Akkord) und umgekehrt. Es kommt zur Kommutation von Raum und Zeit.

Komposition und Supersymmetrische Komposition aus Irrationalen Notenmustern: Streifenförmige Ausschnitte aus Irrationalen Notenmustern bilden die Elemente sukzessiver Anordnung für eine Notation einer Komposition Irrationaler Musik. Die zwei aus der Notenmatrix durch Induktive Rotation generierten, sich überlagernden, einander bedingenden, aperiodischen und asymmetrischen Irrationalen Notenmuster stehen in supersymmetrischer Beziehung, d.h. durch das transparente Überlagern von Vordergrundmuster und Hintergrundmuster entsteht ein völlig symmetrisches Muster. Jeweils zwei streifenförmige Ausschnitte von exakt überlagerten Vordergrund- und Hintergrundmuster bilden die Elementpaare sukzessiver Anordnung für zwei parallele Notationen einer supersymmetrischen Komposition Irrationaler Musik, deren gleichzeitig paralleles Spiel den Kreis zu Ihrem Klang schließt.

Supersymmetrie in steter Kommutation von Zeit und Raum.